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Reportage

Tesla-Supercharger in Wolfsburg

Während viel über die Ladesäulen von Ionity in Wolfsburg diskutiert wird, hat Tesla ohne großes öffentliches Aufsehen einen Supercharger für Wolfsburg geplant.

Zumindest heißt der Standort Wolfsburg. Man könnte jedoch fast an einen freundschaftlichen Seitenhieb von Elon Musk in Richtung Herbert Diess denken.

Der Grund: Der geplante Standort liegt überhaupt nicht in Wolfsburg, sondern in Wendhausen / Lehre, also im Landkreis Helmstedt an der A2. Die Autobahnabfahrt heißt immerhin „Braunschweig Ost“, die Entfernung zum Ortszentrum Braunschweig beträgt nur 10,1 Kilometer (17 Kilometer über die A2), jene nach Wolfsburg aber 18 Kilometer (23 Kilometer über die A39).

Die Bezeichnung als „Supercharger Wolfsburg“ drängt sich daher nicht unbedingt auf. Also doch ein Späßchen unter CEOs…

Geplanter Standort für einen Tesla-Supercharger
(C) Google Maps

Die Ladeweile kann man mit der Schachtelkulinarik von KFC und Burger King füllen und wer zu viel Geld hat kann auch das dortige Spielcasino besuchen. Nur Wagemutige werden die L295 kreuzen und zur Bäckerei Meyer in Wendhausen wandern wollen.

Der Standort wird die Supercharger-Lücke auf der wichtigen A2 zwischen Lauenau und Hohenwarsleben/Irxleben (ein relativ kleiner und alter Supercharger) schließen und auch die Nord-Süd-Achse zwischen Bispingen und Rhüden verstärken. Damit gibt es auch für Harz-Fahrer eine neue Lademöglichkeit. Die Inbetriebnahme ist bereits für Q3 2021 geplant!

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Reportage

Ab heute Bitcoin-Mining auf Tesla-Autos

Was ist passiert?

Elon Musk ist immer für einen Skandal gut, so auch mit dem heutigen Tweet: Ab sofort wird Bitcoin-Mining auf Tesla-Autos betrieben, wenn sie sich im Ruhemodus befinden. Aber mit dem Strom der Benutzer! Die Rechnerhardware für den Autopiloten gilt als extrem leistungsfähig und steht im Stillstand vollständig für das Bitcoin-Mining zur Verfügung. Seit Tesla voll auf Bitcoin setzt, scheint es kaum noch Grenzen zu geben.

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Interview Videos

Interview der Auto-Titanen

Seit gestern online: Ein Interview zwischen den absoluten Größen Sandy Munro und Elon Musk. Gelegentlich akustisch schwierig zu verstehen, aber jede Minute wert! Hier sprechen zwei Menschen miteinander, die etwas vom Geschäft verstehen – keine pseudointeressanten Influencerfragen.

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Meinung

Mehr Saft für ID.3s, Zoes, Teslas und alle anderen

In 2020 hat sich in der Ladeinfrastruktur vieles getan, einiges erfreulich und manches weniger angenehm: Der Maingau-Gau, die Einführung der ENBW-Zeitgebühr, Installation der Tesla V3-Lader, Eröffnung des Ladeparks Hilden, neue Ladeparks und Ladesäulen (aber immer noch zu wenige), eine schwachbrüstige EEG-Gesetzesnovelle, eine neue Förderung privater Ladesäulen, aber auch generelle Kostenerhöhungen beim Fahrstrom. Mir ist jedenfalls kein überregionaler Anbieter bekannt, der 2020 weniger für den Ladesäulenstrom verrechnet als 2019.

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Meinung

Der ganz normale Unfall

Dass manche Medien und manche Marktteilnehmer keine Gelegenheit auslassen, um die

Elektromobilität madig zu machen, ist in der E-Community ein bekanntes Phänomen.

Das gilt auch für Unfälle. Gerade macht der Unfall eines Tesla Model 3 Schlagzeilen, bei dem ein Auto mit über 160 km/h gegen einen Strommast prallte und dann noch zwei Bäume und einen Telefonmast abräumte.

Schauplatz war Corvallis, Oregon (USA) und der Fahrer war high.

Es ist bei einer derartigen Aufprallenergie kein Wunder, dass Teile des Fahrzeugs in der Landschaft verteilt werden. Was aber im Artikel ganz oben steht: Einzelne Zellen aus dem Akkupack wurden herausgeschleudert, durchbohrten die Fenster von zwei Häusern und landeten in den Wohnräumen. Es wird angegeben, dass dadurch auch ein kleines Feuer entstand. Eines der Räder wurde abgerissen und verursachte in einem Badezimmer einen Wasserrohrbruch, was aber weniger wichtig zu sein schien.

All das wird als Beweis dafür gebracht, wie gefährlich E-Autos sind und dass die mit ihnen verbundenen Gefahren heruntergespielt werden.

Dass der Fahrer praktisch unverletzt aus dem Wrack aussteigen konnte (und flüchtete), dass das Auto selbst nicht in Flammen aufging – das alles wird weniger betont. Bei 160 km/h Unfallgeschwindigkeit wird offenbar vom E-Auto erwartet, dass alle Teile beisammen bleiben und nichts abfällt.

Unrealistische Erwartungen gegenüber der Elektromobilität gibt es immer wieder, aber so weit sollten sie nicht gehen…

Martin