Ford F-150 Lightning

Bereits zu Jahresbeginn konnte ich einen Ford F-150 Lightning besichtigen. Das Ding ist ein ziemlich großer Krapfen und wird seit 2022 gebaut. Die „kleine“ Batterie hat eine Nettokapazität von 98 kWh, die große kommt auf 131 kWh, beide in 400 Volt-Technik. Das ist beinahe 6 mal die Kapazität der ersten Generation der Renault Zoe. So ändern sich die Zeiten!

Ford F-150 Lightning

Das Modell mit der großen Batterie leistet 433 kW und die Reichweite ist nicht riesig. 510 Kilometer werden von Ford angegeben, was in der Realität eher 410 Kilometer ergibt. Mit einem 3,3 Tonnen-Anhänger bleiben noch 140 Kilometer übrig, was dem Fahrzeug eine schlechte Presse einbrachte, doch das ist ein wenig ungerecht: Der Lightning wiegt selbst schon mal 2,9 Tonnen und das Gesamtgewicht des Gespanns summiert sich auf 6,2 Tonnen mit dem Luftwiderstand vom Empire State Building.

Eigentlich ist klar, dass ein Fahrzeug vom Format des F-150 Lightning kein Sparwunder sein kann.

Ein Frunk ist vorhanden und wirkt von der Größe her beinahe wie ein Doppelbett, es dürfen bis zu 180 Kilo eingeladen werden. Doch der F-150 Lightning hat noch ein weiteres interessantes Leistungsmerkmal: Vehicle-to-Load (V2L) mit 9,6 kW ist im Preis inbegriffen. Damit ließe sich durchschnittliches Haus problemlos im Inselbetrieb versorgen und Ford gibt dafür drei bis zehn Tage Versorgungsfähigkeit an. Mit bis zu elf Steckdosen ist das Auto ohnehin besser verkabelt als so manche ältere Wohnung.

Das Entertainment-System kennt man aus dem Mach-E, auch wenn das Cockpit nochmals voluminöser angelegt ist.

Allerdings: So modern der Lightning wirkt, so ultra-konventionell wurde er konstruiert und so wird er auch hergestellt: Ein schwerer Leiterrahmen trägt alles und die Kabine und die Ladefläche werden als getrennte Blechbauten draufgesetzt.

Quelle: Youcar

Auf Youtube gibt es ein Video über die Herstellung des Fahrzeugs und da muss man schon feststellen: Das Fahrzeugkonzept ist ziemlich Old School:

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen.
Erfahre mehr in der Datenschutzerklärung von YouTube.

In Deutschland startet der Preis bei etwa 76.000 Euro und endet für das Spitzenmodell bei etwa 120.000 Euro. Eine BAFA-Prämie wird es bei diesem Preisniveau ab 2024 nicht mehr geben.

Doch halt!

Diese Prämie gibt es generell nur noch bis morgen (17.12.2023), egal für welches Automodell! Und der Ford F-150 Lightning stand auch bisher nicht auf der Liste der förderfähigen Elektrofahrzeuge.

Das Ende der Förderung bedeutet wohl auch das Ende dieser unterhaltsamen Liste – sie wurde am 8.12.2023 zuletzt aktualisiert und ist bereits am 17.12.2023 obsolet, ein trauriger Rekord.

Trotzdem verspricht die BAFA auch heute noch eine Förderung für 2024.

Es wird spannend sein zu sehen, wie rasch diese Information abgeräumt wird…

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert